Noch 3 Wochen – ein Rückschlag und eine Bahnfahrt mit Überraschungen

Lieber Blogleser, Liebe Blogleserin,

im Moment habe ich das Gefühl meinen Alltag unglaublich gut durchtakten zu müssen, um noch alles bis zum Start am 5.5. zu schaffen. Doch ich will mich nicht beklagen, ich habe es mir selbst ausgesucht. Doch dann das! Am Montag sollte es zur finalen Montage meiner neuen Laufräder kommen. Felgen, Mäntel und mein Rahmen sollten zusammenpassen, ich hatte natürlich auf die Radgröße 700C geachtet, doch es drehte sich nichts als ich das hintere Rad anstoß. Die neuen Räder fassen einfach mehr Luft, doch schleifen daher leider an den engen Schutzblechen. Mein Pulsschlag erhöhte sich, ich war generell aufgeregt, denn der Arbeitstag im Bau steckte mir in den Knochen und ich wollte nicht unnötig viel Zeit für eine eigentlich simple Aufgabe verschwenden. Es wurde zudem zunehmens dunkler im Garten. Jetzt schnell eine Entscheidung treffen, sagte ich mir. Schutzblech raus oder altes Rad wieder rein? Ich machte letzteres und machte ersteres dann doch zwei Tage später. Ich kaufte dann ein Plastik- Schutzblech, das mit weniger Schrauben montiert werden kann und so bin ich jetzt doch bei “Schittwetter” geschützt.

Die Bahnfahrt nach München am letzten Sonntag sollte gleich Kontakt zu zwei interessanten Personen eröffnen. Wie jeden Sonntag sprach ich an den Ingolstädter Fahrkartenautomaten Reisende an, um ein Bayernticket gemeinsam nach München zu nehmen (preislich ein echter Vorteil: Ticket mit Leuten teilen, die nur Oneway wollen und selber noch zurückfahren.) Es fanden sich drei Personen und wir stiegen in den RE ein. Wir hatten schon dort nette Unterhaltungen und unsere Mitfahrerin Maria (70), mit der ich am Abend auch noch zurückfahren würde, erzählte von ihrem Ende in der Arbeitswelt und ihren Radreisen, die sie jedes Jahr macht und dass sie dieses Jahr noch von Ingolstadt nach Paris fahren würde, aber eine andere Strecke eigentlich spannender wäre. Kurz vor München waren wir nun wirklich schon lange im Gespräch und ich sprach meine Fahrradfernreise und den Blog an. Als direkte Reaktion sagte nun Katrin, die Musikredakteurin beim Donaukurier ist, sie könne mal ihre Kollegen in der Zeitung ansprechen, ob sie darüber einen Zeitungsartikel erstellen wollten. Ein Vorschlag der mich echt gefreut hat.

Auf der Rücktour redete ich mit Maria über Ausrüstung auf Radreisen, dass sie schon 196km an einem Tag gefahren ist und noch andere Dinge. Doch dann fragte sie mich ob ich denn für die ersten Kilometer nach München schon eine schöne Route hätte, sie hätte da nämlich eine. Und dann die IDEE DES TAGES: Wir fahren die erste Etappe nach München einfach zusammen. Sie, 70 Jahre alt und mit viel Radreiseerfahrung und anscheinend wirklich genug Schmalz in den Beinen und ich, 21 Jahre am Start einer 123-tägigen Fahrradfernreise. Am Samstag (5.5.18) geht es los, am Dienstag hat sie wieder einen Termin; wie lange sie dabei bleibt weiß ich selber noch nicht, doch schlafen im Zelt ist auch für sie ganz normal.

Ihr könnt euch also auf ein Selfie von uns am Start der Tour freuen 😉

Ein toller Tag mit tollen Ergebnissen.

 

Kommentare

  1. Maria 70

    Hallo Hannes,

    Deine Kommentare sind super, ich bin schon neugierig auf die nächsten. Mach weiter so!
    Ich wünsche Dir viel Glück, Erfolg und zeitweise gute Reisebegleitungen. Ich bin gläubig und wünsche Dir auch Gottes Segen.

    1. Autor
      des Beitrages
      HannesPeter

      Hallo Maria, toll dass es dir gefällt! Ich hoffe auch auf Reisebegleitungen, ich bin immer auf der Ausschau nach Reisenden, die ähnlich bepackt sind:) Allerdings ist das alleine eisen auch schön und sehr flexibel! Danke für den Segen! Grüße Hannes

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