Reiseroute

Die Route meiner Fahrradfernreise führt von meinem Startpunkt Ingolstadt in Oberbayern auf der alten Römerstraße “Via Claudia Augusta” über die Alpen nach Venedig. Weiter geht es über ein kurzes Stück Slowenien und die Balkanstaaten (Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien, Mazedonien). In Kroatien befahre ich die Inseln Krk, Rab und Pag, bleibe dann an der Küste und erreiche Dubrovnik. Kurz vorher gehört ein 40 Kilometer langer Küstenstreifen zu Bosnien und Herzegowina. Nach Dubrovnik folgt bald Montenegro, wo ich ins Landesinnere an den See Skadarsko Jezero abbiege, dessen westliche Küstenstraße viele Steigungen bietet. Weiter geht es auf flachem Terrain  in die Hauptstadt Albaniens Tirana, von wo ich aus östlich Richtung Mazedonien fahre und die Albanischen Alpen überquere. Dann geht es über ein Stück Griechenland, an Thessaloniki vorbei gen Osten, in der großen Türkei entlang der streckenweise sehr steigungsreichen(!) Schwarzmeerküste und dann hinein ins hoch angepriesene Georgien. Von der hippen Metropole Tiflis geht es über eine bergigere (und vielleicht schönere Route) nach Aserbaidschan und dort in die Ölhauptstadt Baku. Dort bin ich am Kaspischen Meer angelangt. Entlang der Küste des weltgrößten Sees geht es auf geraden Straßen Richtung Iran, also Richtung Südenweiter in Richtung des radreisefreundlichen Iran. Die Option, mit der Fähre von Baku nach Turkmenistan, welches ein 4-7 Tage Transit-Visum anbietet, überzusetzen, fällt wegen den unvorhersehbaren Abfahrtszeiten der Fähre aus.
Die Route im Detail war vor Beginn meiner Reise nicht ausgearbeitet. Der grobe Verlauf allerdings schon. Stattdessen habe ich unterwegs auf die Weltkarte auf der Lenkertasche geschaut und mich inspirieren lassen. Unsicher war ich mir vor allem darüber, ob ich in Kroatien an der Küste bleibe, ob ich die Türkei nicht doch in der Mitte quere und ob ich in Georgien noch weiter in den Norden vordringe. Ich habe immer aktuelle Informationen von Reisegefährten, dem Internet und vor allem Einheimischen und Ortskundigen genutzt um die Strecke für die nächsten Tage und Wochen zu bestimmen.
Neulich habe ich mich bei warmshowers.org angemeldet, einer Webseite, bei der Radreisende und Symphatisanten sich gegenseitig Bett und Dusche anbieten können. Erfreulicherweise gibt es auf meiner Route viele angemeldete Gastgeber (Ich habe nur den Ausschnitt meiner Route abgefahren und daher ist nur dieser geladen und mit Zahlen versehen.)